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Poliomyelitis

Vor Einführung der Impfung war die Kinderlähmung (Poliomyelitis, oder kurz Polio) weltweit verbreitet. Die Bezeichnung „Kinderlähmung“ ist dabei jedoch irreführend, denn es können auch Erwachsene an Polio erkranken. 
2002 wurde Europa von der WHO (World Health Organisation: Weltgesundheitsorganisation) für poliofrei erklärt. 
2010 wurden jedoch in Europa (unter Anderem in Tadschikistan, Russland und Kasachstan) wieder neue Polio Fälle registriert. 
Die Krankheit ist hoch ansteckend und wird durch eine Infektion mit dem Polio Virus verursacht. Das Polio Virus wird von Infizierten mit dem Stuhl ausgeschieden und hauptsächlich über Schmierinfektion übertragen. 
In der Frühphase der Infektion ist jedoch auch eine Übertragung durch Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen...) möglich.
Schlechte hygienische Bedingungen begünstigen die Ausbreitung des Virus, es kann sich dann auch in verschmutztem Trinkwasser oder verunreinigten Getränken befinden. 
Vom Zeitpunkt der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit vergehen zwischen 3 und 35 Tagen. 
Rund 95% der Infizierten bemerken die Erkrankung nicht. Bei circa 5% der Betroffenen kommt es zu Symptomen die oft mit einer Grippeerkrankung verwechselt werden (Fieber, Kopf- und Halsschmerzen). Bei jedem 100. bis 1000. Infizierten kommt es jedoch zu bleibenden, schlaffen Lähmungen der Arm- oder Beinmuskulatur, schlimmstenfalls auch der Sprech-, Schluck- oder Atemmuskulatur mit Schädigung von Hirnnervenzellen.
Bis zu zwei Jahre nach einer Infektion kann es zu einer spontanen Rückbildung der Lähmungen kommen, was allerdings eine intensive Physiotherapie voraussetzt. Bei Beteiligung der Hirnnerven sind die Heilungschancen jedoch gering. Die Todesrate liegt bei 2 bis 20%.

Zu den Komplikationen der Kinderlähmung zählen bleibende Lähmungen, und dadurch auch Muskelschwund, vermindertes Knochenwachstum sowie Gelenkzerstörung. 
Auch Jahrzehnte nach der Infektion können erneut Muskelschmerzen und Lähmungen auftreten (Post Polio Syndrom). Es können sowohl bereits befallene, als auch neue Muskelgruppen betroffen sein.