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Masern

Bei den Masern handelt es sich um eine hochansteckende akute Erkrankung mit dem Masernvirus. 
Masern gehören zwar zu den typischen Kinderkrankheiten, sie befallen jedoch auch zunehmend Jugendliche und Erwachsene. Hier ist der Verlauf dann in der Regel auch schwerer als bei kleinen Kindern. 
Das
Masernvirus (Briarcus morbillorum) wird beim Sprechen, Husten oder Niesen über Tröpfchen in der Atemluft übertragen. Auch der direkte Kontakt mit infektiösem Nasen- oder Rachensekret (etwa beim Trinken aus demselben Glas) ist ansteckend. 
In der Luft kann der Erreger bis zu zwei Stunden überleben. Eine Ansteckung mit Masernviren führt bei nahezu 100% der Kontaktpersonen zu einer Infektion, in über 95% der Fälle zum Krankheitsausbruch mit Symptomen. 
Eine durchgemachte Infektion hinterlässt lebenslange Immunität.
Zu Beginn der Erkrankung (ca. 8-10 Tage nach der Ansteckung) treten bei den Betroffenen unter Anderem Beschwerden wie hohes Fieber, Husten, und Schnupfen sowie Entzündungen des Nasen-Rachen Raumes und der Bindehaut der Augen auf. Nach einigen Tagen bildet sich dann der für Masern typische Hautausschlag. Der Ausschlag beginnt im Gesicht und hinter den Ohren und breitet sich dann über den ganzen Körper aus. Es handelt sich hierbei zunächst um hellrote Flecken die ineinander fließen. Zu diesem Zeitpunkt steigt auch das Fieber wieder stark an und es kann zu Fieberkrämpfen kommen. Nach ein paar Tagen färben sich die Flecken dunkler, werden braun/violett und verblassen schließlich ganz. Dabei beginnt die Haut sich zu schuppen. Gleichzeitig gehen auch die anderen Beschwerden zurück und das Fieber sinkt. Erst wenn der Ausschlag völlig verschwunden ist, gilt der Patient nicht mehr als infektiös. 
Da eine Maserninfektion das Immunsystem vorübergehend stark schwächt, können andere Erreger schlechter abgewehrt werden. 
So können weitere Infektionen wie Mittelohrentzündung, Bronchitis, Lungenentzündung oder Durchfallerkrankungen auftreten. Eine besonders gefürchtete Komplikation bei Masern ist die Gehirnentzündung (postinfektiöse Enzephalitis), die mit einer Schädigung von Nervenzellen einhergeht und bei einer von 1000 Masernerkrankungen auftritt.
Drei bis neun Tage nach dem Ausbruch des Hautausschlags beginnen in diesen Fällen Kopfschmerzen, hohes Fieber, Krampfanfälle und Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma. 10 bis 20% der Patienten sterben daran, weitere 20 bis 30% leiden unter bleibenden Schäden des Zentralen Nervensystems.  
Darüber hinaus kann in sehr seltenen Fällen (7 Fälle bei 100 000 Erkrankungen) mehrere Jahre nach einer durchgemachten Maserninfektion eine sogenannte SSPE (subakute sklerosierende Panenzephalitis) auftreten. Es handelt sich hierbei um eine fortschreitende Entzündung des Gehirns und des Nervensystems, die in jedem Fall tödlich verläuft. Zunächst treten Verhaltensänderungen auf, später entwickeln sich neurologische Störungen – Muskelzuckungen, Krampfanfälle - und Ausfälle. Im Endstadium fallen Hirnfunktionen vollständig aus, das Gehirn wird zerstört. Besonders davon betroffen sind Kinder, die im ersten Lebensjahr an Masern erkrankt sind.