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Infektionen in der Schwangerschaft

Innerhalb einer Schwangerschaft gibt es einige Infektionen, die zu spezifischen Problemen führen können. Über die Bestimmung des sogenannten Antikörpertiters, können Rückschlüsse über eine Infektion gezogen werden. Hierbei kann ermittelt werden, ob eine Infektion lange zurück liegt, oder ob es sich um eine akute Infektion handelt.

Röteln

Eine akute Röteln-Infektion der Schwangeren in der Frühschwangerschaft kann zu Hörstörungen und sogar Herzfehlern des Kindes führen. Bei fehlender Immunität sollte eine Schwangere, die Kontakt zu einem Erkrankten hatte, schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen. In diesen Fällen kann eventuell der Einsatz von Antikörpern die Infektion abwenden. Während der Schwangerschaft wird der Immunstatus überprüft. Wenn keine ausreichende Immunität vorliegt, sollte die Schwangere sich vor Infektionsträgern unbedingt fernhalten.

Ringelröteln

Die Ringelröteln (Parvovirus B19) können über Speichel und Blutprodukte übertragen werden. Die Infektion äußert mit grippalen Symptomen, zudem zeigt sich eine schmetterlingsartige Gesichtsrötung, welche sich über den Körper girlandenförmig verteilen kann. Die Infektion kann auf das Kind im Mutterleib übergehen und eine Hemmung des Blutbildung auslösen. Im Falle einer Infektion kann die Blutbildung durch regelmäßige Ultraschallkontrollen überwacht werden.  

Zytomegalie
Zytomegalie (CMV) ist eine der häufigsten Infektionen in der Schwangerschaft. Die Übertragung erfolgt über Körperflüssigkeiten. Nur ca. 50 Prozent der Schwangeren weisen entsprechende Antikörper auf und haben demnach eine Infektion bereits durchgemacht. Für Schwangere verläuft eine Infektion relativ symptomlos ab. Beim Kind im Mutterleib kann die Infektion schwere Schäden, wie körperliche oder geistige Retardierung, Leber- und Milzvergößerung, Hörschäden oder Blutgerinnungsstörungen auslösen. Die therapeutsichen Behandlungsmöglichkeiten sind sehr eingeschränkt. 
Windpocken

Windpockenerkrankungen in der Schwangerschaft sind zwar eher selten, sie können jedoch bei der Mutter zu schweren Krankheitsverläufen und Komplikationen führen. Das Gesundheitsrisiko für das ungeborene Kind hängt davon ab, zu welchem Zeitpunkt in der Schwangerschaft sich die Mutter infiziert. 
Erkrankt die Mutter vor der 22. Schwangerschaftswoche, kann dies in sehr seltenen Fällen zu einer Fehlgeburt führen.
Zwischen der 22. Schwangerschaftswoche und dem 5. Tag vor der Geburt sind bisher keine kindlichen Schädigungen bekannt geworden. Die Immunabwehr der Mutter bildet Antikörper gegen die Erkrankung und gibt diese über die Nabelschnur an das Kind weiter (sogenannter „Nestschutz“, der das Kind auch nach der Geburt noch vor der Erkrankung schützt).
Erkrankt die Mutter jedoch 4Tage vor bis 2 Tage nach der Geburt an Windpocken, so kann es beim Neugeborenen nach 6 bis 10 Tagen zum Ausbruch der Krankheit kommen, da der kindliche Organismus nicht mit Antikörpern versorgt werden kann und selbst noch nicht in der Lage ist, selbst Antikörper zu bilden. Eine Windpockenerkrankung bei Neugeborenen (neonatale Varizellen) kann lebensbedrohlich sein. Jeder dritte Säugling stirbt meist an einer Lungenentzündung die aufgrund des geschwächten Körpers entstehen kann. 

 

Toxoplasmose

Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit mit dem Erreger Toxoplasma gondii, die vor allem Katzen befällt. Kommt es zu einer Infektion bei einer Schwangeren, so kann dies erhebliche Auswirkungen auf das ungeborene Kind haben. Unter anderem sind Schädigungen an lebensnotwendigen Organen wie Herz, Leber, Lunge und Gehirn möglich. Werdende Mütter sollten deshalb in der Schwangerschaft keine Katzenklos reinigen, da Katzen die Eier des Parasiten mit dem Kot ausscheiden und so die Gefahr besteht, dass die Schwangere sich mit dem Erreger infiziert. 
Weitere Infektionsquellen für Toxoplasmose sind rohe oder nur mäßig erhitzte Fleisch und Wurstwaren. Schwangere Frauen sollten daher auch rohes Fleisch und dessen Erzeugnisse meiden um sich nicht zu infizieren.