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Impfungen

Impfungen helfen Kindern und Erwachsenen vor ansteckenden Krankheiten, die teils nur ein- geschränkt oder gar nicht behandelbar sind und mitunter lebensbedrohlich verlaufen können. Sie gehören zu den effektivsten und zugleich sichersten Vorsorge-maßnahmen der Medizin.

Warum impfen?

Impfungen zählen zu bedeutendsten vorbeugenden Maßnahmen, die der medizinischen Wissenschaft zur Verfügung steht. Die aktuellen modernen Impfstoffe sind sehr gut verträglich und unerwünschte Arzneimittelnebenwirkungen werden nur in seltenen Fällen beobachtet. Eine Impfung schützt im besten Fall das Kind vor einer ansteckenden Erkrankung. Viele dieser Erkrankungen können mit einer starken Beeinträchtigung der Gesundheit bleibende Schäden hinterlassen.

Wie funktioniert eine Impfung?

Unser Immunsystem erkennt körperfremde Eindringlinge und bekämpft diese, indem es Abwehrstoffe, sogenannte Antikörper, bildet. Diesen Effekt macht sich die Impfmedizin zunutze. 
 

Impfstoffe enthalten abgetötete oder abgeschwächte Krankheitserreger, oder auch nur deren Bruchstücke. Die Erreger können selbst keine ernsthafte Erkrankung mehr verursachen, sie lösen jedoch in unserem Körper eine Immunreaktion aus. Unser Immunsystem erkennt diese Stoffe als körperfremd und bildet Antikörper und sogenannte Gedächtniszellen gegen sie. 
Steckt man sich später einmal mit dem echten Erreger an, können diese aktiv werden und die Erkrankung abwehren.
Für einen ausreichenden Impfschutz, sind in vielen Fällen mehrere Teilimpfungen notwendig. Man spricht dann von Grundimmunisierung. Die einzelnen Impfzeitpunkte sind in einem Impfschema genau festgelegt. 
Bei einigen Impfungen hält die Schutzwirkung danach ein Leben lang, einige müssen nach einer gewissen Zeit regelmäßig aufgefrischt werden. 

 

Bei einigen Krankheiten besteht die Möglichkeit, durch eine passive Immunisierung einen schnellen Schutz aufzubauen. Dies kann notwendig sein, wenn ein Mensch mit einem bestimmten Krankheitserreger in Kontakt gekommen ist, aber kein ausreichender Impfschutz gegen diese Krankheit besteht. Hierzu wird dem Patienten ein Antiserum verabreicht, das bereits die fertigen Antikörper enthält. Das Antiserum wirkt sofort und hilft dem Körper, schneller mit der Krankheit fertig zu werden. Allerdings hält diese Art der Immunisierung nicht lange an, so dass bei Gesunden bevorzugt Aktivimpfstoffe verabreicht werden. 

Impfschema der STIKO:

Die Ständige Impfkommission (STIKO) entwickelt Impfempfehlungen für Deutschland und berücksichtigt dabei nicht nur deren Nutzen für das geimpfte Individuum sondern auch für die gesamte Bevölkerung. Die STIKO orientiert sich dabei an den Kriterien der evidenzbasierten Medizin.

Unter folgenden Link können Sie die aktuelle Impf-Empfehlung der STIKO einsehen.

Link Impfschema STIKO

Nebenwirkungen behandeln

Übliche und natürliche Impfreaktionen sind Rötungen, Schwellungen und Schmerzen an der Einstichstelle. In vielen Fällen können noch Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, Unruhe oder allgemeines Unwohlsein hinzukommen.  
Gerade Säuglinge weinen in den ersten Stunden nach der Impfung oft recht viel und brauchen Ihre Zuwendung und den Körperkontakt noch etwas mehr. 
Diese Reaktionen sind jedoch Anzeichen dafür, dass sich das Immunsystem mit dem Impfstoff auseinandersetzt, sie klingen in der Regel nach wenigen Tagen komplett ab. 

Schwerwiegende, sogenannte unerwünschte Arzneimittelwirkungen, sind nach Impfungen äußerst selten.
Sollten Sie jedoch den Eindruck haben, dass bei Ihnen oder Ihrem Kind eine außergewöhnlich starke Impfreaktion aufgetreten ist, oder treten länger andauernde Beschwerden auf, so kontaktieren Sie bitte den behandelnden Arzt. 

 

Krankheitsbilder erklärt!

Der Wundstarrkrampf (Tetanus) ist eine Erkrankung, die durch das Gift eines Bakteriums (Clostridium tetani) hervorgerufen wird. Die Sporen dieses Bakteriums sind äußerst widerstandsfähig und kommen in unserem Alltag praktisch überall vor: z.B. in Erde, Schmutz, Straßenstaub, aber auch in Fäkalien von Mensch und Tier. 
Die Erreger gelangen über Wunden in den Körper (hier genügt schon eine einfache Schramme oder ein Kratzer), eine Ansteckung von Mensch zu Mensch erfolgt nicht. 
In der Regel treten die ersten Anzeichen einer Infektion nach 4-14 Tagen auf und sind noch recht unspezifisch (Unruhe, allgemeines Krankheitsgefühl, Schweißausbrüche, Schlafstörungen). 
Später dann kommt es zu anhaltenden Muskel- anspannungen, beginnend mit Krämpfen der Gesichtsmuskulatur. Doch auch andere Muskelgruppen können betroffen sein. Krämpfe des Kehlkopfes und der Brustmuskulatur können so ausgeprägt sein, das sie bis zum Erstickungstod führen. Trotz moderner intensiv- medizinischer Versorgung sterben auch heute noch 10-20% der Patienten- meist an Herzversagen oder Atemnot. 

 

Bei der Diphtherie handelt es sich um eine hochansteckende, akute Infektion der Atemwege, die durch das Gift von Diphtherie Bakterien (Corynebacterium diphtheriae) verursacht wird. Diphtherie wird wie eine Erkältung über Tröpfcheninfektion oder durch direkten Hautkontakt von Mensch zu Mensch übertragen. Manche Menschen sind Träger von Diphtherie Bakterien ohne selbst an Diphtherie zu erkranken. Trotzdem können sie ihre Mitmenschen anstecken. 
Die Erkrankung kann zu lebensbedrohlichen Komplikationen und erheblichen Spätfolgen führen. 
Vom Zeitpunkt der Ansteckung bis zum ersten Auftreten der Symptome vergehen in der Regel 2 bis 4 Tage, bei toxischen Formen eventuell auch nur wenige Stunden.
Es kommt zu einem stark ausgeprägten Krankheitsgefühl mit leichtem Fieber. Darüber hinaus verursacht das Diphtherie Bakterium eine Entzündung im Nasen- und Rachenraum. Auf den entzündeten Stellen entstehen weißlich dicke Beläge, die die stark süßlich und übel riechen. Sie bluten beim Abstreifen und können die Atemwege so weit verschließen, dass der Patient unter schwerer Atemnot leidet oder sogar erstickt. Außerdem kann es zu Herz- und Nierenversagen kommen.
Die Sterblichkeit bei Diphtherie ist hoch, bis zu 20% der Infizierten überleben die Krankheit nicht, wenn sie erst einmal ausgebrochen ist.

Das Bakterium Bordetella pertussis verursacht eine akute Infektion der Atemwege, die als Pertussis (besser bekannt als Keuchhusten) bezeichnet wird. 
Die Ansteckung erfolgt über Tröpfcheninfektion durch Husten, Sprechen, oder Niesen. 
Die Erkrankung kann insgesamt über 6-10 Wochen andauern und beginnt im Anfangsstadium (dauert ca. 1-2 Wochen) mit grippeähnlichen Symptomen wie Schnupfen, leichtem Husten erhöhter Temperatur und Schwäche. 
Danach kommt es dann (über einen Zeitraum von 4-6 Wochen) zu schweren, anfallsweise auftretenden krampfartigen Hustenattacken mit Erbrechen und Atemnot. Diese Anfälle treten besonders nachts auf und können in halbstündlichen bis stündlichen Intervallen wiederkehren. Der oft minutenlange, stakkatoartige Hustenanfall mit herausgestreckter Zunge endet mit einem charakteristischen, juchzenden Geräusch beim Einatmen, das durch einen Krampf des Kehlkopfes verursacht wird. Daher der Name „Keuchhusten“. 
Erst im letzten Stadium (ca. 6-10 Wochen) klingen die Hustenanfälle langsam ab, doch kalte Luft, Zigarettenrauch oder Anstrengung können noch über Monate Hustenanfälle auslösen.
Besonders für Säuglinge ist der Keuchhusten eine lebensbedrohliche Erkrankung, da kein ausreichender Nestschutz besteht. Es werden in der Schwangerschaft keine Antikörper gegen Pertussis von der Mutter auf das Kind übertragen. Bei Erwachsenen verläuft die Erkrankung oft unspezifisch und bleibt daher oft unerkannt. Doch genau deshalb stellen eine ernstzunehmende Infektionsquelle für Säuglinge und Kleinkinder dar.

 

Das Bakterium Haemophilus influenzae Typ b (Hib), bedroht fast ausschließlich Kinder im 1.-6. Lebensjahr. Es wird über Tröpfchen von Mensch zu Mensch übertragen und siedelt sich im Nasen-Rachenraum an. Von der Erkrankung sind besonders Kinder zwischen 3 Monaten und 5 Jahren betroffen. 
Bei Kindern bis zu 3 Jahren verursachen die Keime hauptsächlich eine besonders schwere Form der eitrigen Hirnhautentzündung (Meningitis). Typische Symptome sind Erbrechen, Krämpfe, hohes Fieber und Bewusstseinstrübung. Häufig führt eine Hirnhaut- entzündung auch zu Folgeschäden wie Sprachstörungen, Hörschäden und geistiger Behinderung. Unbehandelt sterben 60-90% der Erkrankten, aber auch nach rechtzeitiger Behandlung mit Antibiotika beträgt die Todesrate noch mehr als 5%.
Bei Kindern bis zu 5 Jahren kann es durch den Erreger außerdem zu einer lebensbedrohlichen Entzündung des Kehldeckel (Epiglottitis) kommen.  
Diese Entzündung entwickelt sich innerhalb weniger Stunden und führt zu hohem Fieber, Schluckbeschwerden, kloßiger Sprache und Atemnot. Als Folge der Erstickungs- anfälle besteht die Gefahr schwerer neurologischer Schäden. Die Epiglottitis weist eine Sterblichkeitsrate von bis zu 25% auf. 
Darüber hinaus kann eine Infektion mit dem Bakterium auch noch zu Lungenentzündung, Sepsis (Blutvergiftung) oder Herzmuskelentzündung führen.

 

Vor Einführung der Impfung war die Kinderlähmung (Poliomyelitis, oder kurz Polio) weltweit verbreitet. Die Bezeichnung „Kinderlähmung“ ist dabei jedoch irreführend, denn es können auch Erwachsene an Polio erkranken. 
2002 wurde Europa von der WHO (World Health Organisation: Weltgesundheitsorganisation) für poliofrei erklärt. 
2010 wurden jedoch in Europa (unter Anderem in Tadschikistan, Russland und Kasachstan) wieder neue Polio Fälle registriert. 
Die Krankheit ist hoch ansteckend und wird durch eine Infektion mit dem Polio Virus verursacht. Das Polio Virus wird von Infizierten mit dem Stuhl ausgeschieden und hauptsächlich über Schmierinfektion übertragen. 
In der Frühphase der Infektion ist jedoch auch eine Übertragung durch Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen...) möglich.
Schlechte hygienische Bedingungen begünstigen die Ausbreitung des Virus, es kann sich dann auch in verschmutztem Trinkwasser oder verunreinigten Getränken befinden. 
Vom Zeitpunkt der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit vergehen zwischen 3 und 35 Tagen. 
Rund 95% der Infizierten bemerken die Erkrankung nicht. Bei circa 5% der Betroffenen kommt es zu Symptomen die oft mit einer Grippeerkrankung verwechselt werden (Fieber, Kopf- und Halsschmerzen). Bei jedem 100. bis 1000. Infizierten kommt es jedoch zu bleibenden, schlaffen Lähmungen der Arm- oder Beinmuskulatur, schlimmstenfalls auch der Sprech-, Schluck- oder Atemmuskulatur mit Schädigung von Hirnnervenzellen.
Bis zu zwei Jahre nach einer Infektion kann es zu einer spontanen Rückbildung der Lähmungen kommen, was allerdings eine intensive Physiotherapie voraussetzt. Bei Beteiligung der Hirnnerven sind die Heilungschancen jedoch gering. Die Todesrate liegt bei 2 bis 20%.

Zu den Komplikationen der Kinderlähmung zählen bleibende Lähmungen, und dadurch auch Muskelschwund, vermindertes Knochenwachstum sowie Gelenkzerstörung. 
Auch Jahrzehnte nach der Infektion können erneut Muskelschmerzen und Lähmungen auftreten (Post Polio Syndrom). Es können sowohl bereits befallene, als auch neue Muskelgruppen betroffen sein. 

 

Hepatitis B ist eine weltweit verbreitete Entzündung der Leber, die durch Hepatitis B Viren übertragen wird. 
Das Virus kann durch winzige Verletzungen der Haut oder Schleimhäute eindringen und wird schon durch kleinste Spuren von Blut, Speichel oder andere Körperflüssigkeiten übertragen. 
Es können alle Altersklassen an Hepatitis B erkranken, schon geringfügige Verletzungen des täglichen Lebens reichen dafür aus, wenn die betreffenden Gegenstände (z.B. Nagelschere, Rasierapparat, Zahnbürste, Nadeln, usw.) mit dem Virus kontaminiert sind.
Ein besonders häufiger Übertragungsweg ist der Geschlechtsverkehr. 
Ungefähr zwei bis sechs Monate nach der Ansteckung kommt es zum Ausbruch der Krankheit. Eine Infektion zeigt sich anfangs in einem unspezifischen Krankheitsgefühl, es treten Fieber, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, sowie gelegentlich auch Gelenk- oder Oberbauchschmerzen auf. 
Bei nur etwa einem Drittel der Erkrankten kommt es nach einigen Tagen zu den typischen Symptomen einer Gelbsucht: eine Gelbfärbung der Haut und Schleimhäute tritt auf, begleitet von einer Dunkelfärbung des Urins und einem entfärbtem Stuhl.
Bei vielen Betroffenen, vor allem bei Säuglingen und Kindern bleibt die Erkrankung wegen untypischer Anzeichen sogar in etwa 90% der Fälle völlig unerkannt. 
Verläuft die Erkrankung ohne Komplikationen, so klingen die Beschwerden etwa nach drei bis fünf Wochen ab. 
Ebenso wie die akute Infektion wird auch eine chronische Erkrankung häufig zunächst nicht bemerkt, weil die Symptome sehr unauffällig sein können. Trotzdem wird die Leber zunehmend geschädigt, es kann sich eine Schrumpfleber (Leberzirrhose) oder in seltenen Fällen auch Leberkrebs entwickeln. Die Betroffenen weisen häufig eine ausgeprägte Müdigkeit auf, fühlen sich schwach und ihre Leistungsfähigkeit ist oft stark eingeschränkt. Verdauungsbeschwerden und rheumaähnliche Erscheinungen können hinzu kommen. Außerdem kann die Infektion an andere Menschen weitergegeben werden. Die Gefahr einer chronischen Verlaufsform ist umso höher, je jünger die Infizierten sind. 
Nicht jede Infektion mit dem Hepatitis B Virus führt zwangsläufig auch zu einer Erkrankung. Aber ein Infizierter kann andere Personen anstecken und selbst die oben genannten Komplikationen im Laufe seines Lebens noch entwickeln.

Pneumokokken sind die häufigsten Erreger schwer verlaufender bakterieller Infektionen. 
Die Bakterien (
Streptococcus pneumoniae) werden wie bei einem grippalen Infekt durch Tröpfcheninfektion übertragen. Sie sind vor allem dann gefährlich, wenn das Immunsystem ohnehin geschwächt ist – zum Beispiel nach einer Viruserkrankung oder durch chronische Erkrankungen. Für Säuglinge und Kleinkinder besteht ein erhöhtes Risiko, weil deren Immunsystem allein noch nicht in der Lage ist, eine Pneumokokken-Infektion abzuwehren. 
Infektionen der oberen Atemwege, wie sie bei starken Erkältungen vorkommen, begünstigen eine Pneumokokken-Infektion. Deshalb ist das Risiko einer Ansteckung in der kalten Jahreszeit besonders hoch.

Ein großer Teil der eitrigen Hirnhautentzündungen im Kindesalter wird von Pneumokokken verursacht. Lungenentzündungen, Mittelohrentzündungen und Nasennebenhöhlenentzündungen können ebenfalls durch Pneumokokken verursacht werden.
 

Rotaviren sind eine der häufigsten Ursachen für Magen und Darm Erkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern.
Die Viren sind hoch ansteckend und werden meist über eine Schmierinfektion von Mensch zu Mensch übertragen, da erkrankte Personen die Erreger mit dem Stuhl ausscheiden. 
Es ist jedoch auch eine Ansteckung über verunreinigte Gegenstände wie Türgriffe, Armaturen, Toiletten oder Ähnliches möglich. Das Virus ist in der Umwelt sehr stabil, es überlebt selbst im Wasser mehrere Wochen und bleibt sogar in eingetrocknetem Stuhl noch über mehrere Tage ansteckend. 
Hat sich eine Person mit dem Virus angesteckt, so bricht die Krankheit meist nach 1-3 Tagen aus. 
Es kommt zu plötzlich einsetzendem starkem, wässrigem Durchfall, auch Erbrechen und Bauchschmerzen können auftreten. 
Die Betroffenen verlieren über einen kurzen Zeitraum schnell sehr viel Körperflüssigkeit. Schwindel und Kreislaufprobleme können die Folge sein. Kann der Flüssigkeitsverlust nicht ausgeglichen werden, so kann der Zustand auch lebensbedrohlich werden. 
Nach 2-6 Tagen klingen die Beschwerden dann meist von selbst wieder ab, die Erreger können jedoch noch bis zu 8 Tage nach Eintreten der Besserung mit dem Stuhl ausgeschieden werden. Frühgeborene oder Menschen mit schwachem Immunsystem sind unter Umständen noch viel länger ansteckend. 
Eine durch Rotaviren verursachte Magen Darm Erkrankung verläuft bei Säuglingen und Kleinkinder oft schwerer als andere Durchfall Erkrankungen. 
Ein Schutz gegen den Erreger bildet sich erst im Laufe der ersten Lebensjahre. Er hält jedoch nicht ein Leben lang an. Daher ist es möglich, dass man sich mehrmals mit dem Rotavirus ansteckt. 

Meningokokken sind weltweit verbreitete Bakterien der Art Neisseria Meningitidis, die eine bakterielle Hirnhautentzündung (Meningokokken Meningitis) oder eine Blutvergiftung (Meningokokken Sepsis) auslösen können.
Meningokokken kommen im Nasen-Rachen Raum des Menschen vor und werden durch Tröpfcheninfektion (z.B. Husten oder Niesen) übertragen. 
Außerhalb des Körpers sterben die Erreger recht schnell ab, daher erfolgt eine Übertragung meist bei engem Kontakt mit Erkrankten über Nasen- Rachen Sekret.
Ein großer Prozentsatz der Menschen (ca. 10%) beherbergt im Mundbereich Meningokokken und kann andere Menschen damit unbemerkt  anstecken, ohne dass es bei dem Träger selbst zum Krankheitsausbruch kommt. 
Die Erkrankung kann in jeder Altersgruppe auftreten. Häufig sind jedoch vor allem Kinder unter 5 Jahren und Teenager davon betroffen. 
Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit vergehen in der Regel 3-4 Tage. Dann kommt es zu plötzlich einsetzendem hohem Fieber, starken Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Lichtempfindlichkeit, Schwindel und Erbrechen. Ein typisches Zeichen für eine Meningitis ist eine schmerzhafte Genickstarre. 
Bei schwerem Krankheitsverlauf kann es auch zu kleinen Hauteinblutungen kommen, die sich als rot violette Hautflecken zeigen. 
Anders als Erwachsenen sind die Symptome bei Säuglingen und Kleinkindern oft schwieriger zu deuten. Wenn ein Kind Fieber hat, schrill schreit, sich nicht beruhigen lässt, sehr unruhig oder auffallend teilnahmslos ist, die Nahrung verweigert und dabei eventuell erbricht oder Durchfall hat und empfindlich auf Berührungen reagiert, sollte sofort eine Arztpraxis oder das nächstgelegene Krankenhaus aufgesucht werden.
Fast immer verlaufen Meningokokken Erkrankungen schwer, und ziehen häufig noch Komplikationen nach sich. In manchen Fällen treten sowohl die Entzündung der Hirnhäute, als auch die Blutvergiftung (Sepsis) gleichzeitig auf.
Bei einer Meningokokken-Infektion entwickeln die meisten Kinder eine Hirnhautentzündung, nur etwa 10% eine Sepsis, aber 40% beides zusammen.
 Etwa 10-15% der Erkrankten erleiden schwere, bleibende Folgeschäden oder versterben. So kann es infolge einer Meningitis u.a. zu bleibenden Hirnschäden, Taubheit, Blindheit oder einseitiger Lähmung kommen.
 Bei einer Sepsis wird der Körper mit Bakterien überschwemmt, es kommt zu einer Störung der Blutgerinnung und es bilden sich neben einer zumeist schweren allgemeinen Blutungsneigung mit Blutaustritt in die Haut und andere Organe auch Blutgerinnsel, die mit dem Blutstrom transportiert kleinere Blutgefäße verstopfen können (Embolie). So werden bestimmte Körperteile nicht mehr ausreichend durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Sie sterben ab und können eine Amputation von Gliedmaßen wie Fingern, Zehen oder auch Armen und Beinen erforderlich machen.
Durch die rasante Ausbreitung der Meningokokken im ganzen Körper kommt es schließlich zu einem Zusammenbruch aller Abwehrvorgänge und die Patienten geraten in wenigen Stunden in einen absolut lebensbedrohlichen Schock (so genanntes Waterhouse-Friderichsen-Syndrom). Selbst moderne intensivmedizinische Maßnahmen können dann oft das Leben nicht mehr retten.

Bei den Masern handelt es sich um eine hochansteckende akute Erkrankung mit dem Masernvirus. 
Masern gehören zwar zu den typischen Kinderkrankheiten, sie befallen jedoch auch zunehmend Jugendliche und Erwachsene. Hier ist der Verlauf dann in der Regel auch schwerer als bei kleinen Kindern. 
Das
Masernvirus (Briarcus morbillorum) wird beim Sprechen, Husten oder Niesen über Tröpfchen in der Atemluft übertragen. Auch der direkte Kontakt mit infektiösem Nasen- oder Rachensekret (etwa beim Trinken aus demselben Glas) ist ansteckend. 
In der Luft kann der Erreger bis zu zwei Stunden überleben. Eine Ansteckung mit Masernviren führt bei nahezu 100% der Kontaktpersonen zu einer Infektion, in über 95% der Fälle zum Krankheitsausbruch mit Symptomen. 
Eine durchgemachte Infektion hinterlässt lebenslange Immunität.
Zu Beginn der Erkrankung (ca. 8-10 Tage nach der Ansteckung) treten bei den Betroffenen unter Anderem Beschwerden wie hohes Fieber, Husten, und Schnupfen sowie Entzündungen des Nasen-Rachen Raumes und der Bindehaut der Augen auf. Nach einigen Tagen bildet sich dann der für Masern typische Hautausschlag. Der Ausschlag beginnt im Gesicht und hinter den Ohren und breitet sich dann über den ganzen Körper aus. Es handelt sich hierbei zunächst um hellrote Flecken die ineinander fließen. Zu diesem Zeitpunkt steigt auch das Fieber wieder stark an und es kann zu Fieberkrämpfen kommen. Nach ein paar Tagen färben sich die Flecken dunkler, werden braun/violett und verblassen schließlich ganz. Dabei beginnt die Haut sich zu schuppen. Gleichzeitig gehen auch die anderen Beschwerden zurück und das Fieber sinkt. Erst wenn der Ausschlag völlig verschwunden ist, gilt der Patient nicht mehr als infektiös. 
Da eine Maserninfektion das Immunsystem vorübergehend stark schwächt, können andere Erreger schlechter abgewehrt werden. 
So können weitere Infektionen wie Mittelohrentzündung, Bronchitis, Lungenentzündung oder Durchfallerkrankungen auftreten. Eine besonders gefürchtete Komplikation bei Masern ist die Gehirnentzündung (postinfektiöse Enzephalitis), die mit einer Schädigung von Nervenzellen einhergeht und bei einer von 1000 Masernerkrankungen auftritt.
Drei bis neun Tage nach dem Ausbruch des Hautausschlags beginnen in diesen Fällen Kopfschmerzen, hohes Fieber, Krampfanfälle und Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma. 10 bis 20% der Patienten sterben daran, weitere 20 bis 30% leiden unter bleibenden Schäden des Zentralen Nervensystems.  
Darüber hinaus kann in sehr seltenen Fällen (7 Fälle bei 100 000 Erkrankungen) mehrere Jahre nach einer durchgemachten Maserninfektion eine sogenannte SSPE (subakute sklerosierende Panenzephalitis) auftreten. Es handelt sich hierbei um eine fortschreitende Entzündung des Gehirns und des Nervensystems, die in jedem Fall tödlich verläuft. Zunächst treten Verhaltensänderungen auf, später entwickeln sich neurologische Störungen – Muskelzuckungen, Krampfanfälle - und Ausfälle. Im Endstadium fallen Hirnfunktionen vollständig aus, das Gehirn wird zerstört. Besonders davon betroffen sind Kinder, die im ersten Lebensjahr an Masern erkrankt sind. 

Bei Röteln Röteln (Rubella) handelt es sich um eine hochansteckende Viruserkrankung. 
Sie werden durch Tröpfcheninfektion (z.B. beim Niesen, Husten oder Küssen) von Mensch zu Mensch übertragen. Auch Gegenstände die mit Viren verunreinigt sind, können zur Ansteckung führen. 
Nur etwa die Hälfte aller Infektionen verläuft mit sichtbaren Krankheitszeichen. Die anderen 50% der Infizierten zeigen zwar keine Anzeichen der Krankheit, jedoch können betroffene Personen das Virus weiter verbreitern und andere Personen damit anstecken. 
Die Krankheit bricht etwa zwei bis drei Wochen nach der Ansteckung aus und beginnt häufig mit einer leichten Entzündung der Atemwegsschleimhaut und erhöhter Temperatur. 
Nach einer auffälligen Rötung des Gesichts beginnt der für Röteln typische Hautausschlag hinter den Ohren und breitet sich von dort über den ganzen Körper aus. Es handelt sich bei diesem Ausschlag um kleine hellrote Flecken, die oft nur schwach sichtbar sind und nach 2-3 Tagen wieder verschwinden. Während der Hautausschlag sich über den Körper ausbreitet, klingt er im Gesicht schon wieder ab. Die Erkrankung hält etwa eine Woche lang an. Virusträger sind jedoch schon eine Woche vor Auftreten, bis eine Woche nach Abklingen des Ausschlags besonders ansteckend. 
Erkranken Jugendliche oder Erwachsene an Röteln, so kann die Krankheit hier schwerer verlaufen als bei kleinen Kindern. Komplikationen wie Gelenkentzündungen, Husten, Ohrenentzündungen, Herzmuskelentzündungen oder Gehirnentzündung treten mit zunehmendem Alter gehäufter auf. 
Besonders gefährlich wird eine Röteln Infektion für schwangere Frauen, bzw. für das ungeborene Kind, das im Mutterleib schwere Schäden erleiden kann. 
Diese sogenannte Röteln-Embryopathie kann Schädigungen am Innenohr, Herz und Auge und selten auch an anderen Organen wie Gehirn, Leber oder Milz verursachen. Weltweit kommen jährlich schätzungsweise 110.000 Kinder mit Schäden durch eine Rötelinfektion der Mutter während der Schwangerschaft zur Welt (congenital rubella syndrome: CRS).

Bei Mumps (Parotitis epidemica), umgangssprachlich auch „Ziegenpeter“ genannt, handelt es sich um eine akute, ansteckende Infektionskrankheit mit dem Mumpsvirus (Briarcus morbillorum). 
Das Virus gehört zur selben Virusfamilie wie z.B. das Masernvirus und wird über Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen, Sprechen oder Küssen) von Mensch zu Mensch übertragen. 
In der Regel tritt die Erkrankung dann 16-18 Tage nach der Ansteckung auf.  Zu Beginn der Erkrankung sind die Symptome noch recht unspezifisch. Mattigkeit, Fieber, Appetitlosigkeit sowie Kopf- und Gliederschmerzen können auftreten. 
Erst nach ein bis zwei Tagen kommt es zur schmerzhaft, entzündlichen Schwellung der Ohrspeicheldrüse, die ein- oder beidseitig auftreten kann und charakteristisch für die Erkrankung ist. Diese Schwellung weitet sich über den Kiefernwinkel und die Wangen aus, weswegen es zu den, für Mumps typischen, „Hamsterbacken“ kommt. 
Durch den Druck der Schwellung auf den Gehörgang treten Ohrenschmerzen, sowie Schmerzen beim Kauen oder Öffnen des Mundes auf. 
Nach drei bis vier Tagen geht das Fieber dann zurück und innerhalb von sieben Tagen schwillt auch die Ohrspeicheldrüse wieder ab. 
Etwa 40% aller Infektionen verlaufen ohne größere Beschwerden, vor allem bei Kinder unter 5 Jahren wird die Krankheit oft mit einem herkömmlichen grippalen Infekt verwechselt. 
Mit zunehmendem Alter steigt jedoch das Risiko Spätschäden zu entwickeln. 
Bei männlichen Jugendlichen nach der Pubertät kann die Krankheit zu einer Entzündung der Hoden und damit zu einer eingeschränkten Zeugungsfähigkeit führen. 
Darüber hinaus können unter anderem Komplikationen wie Hirnhautentzündung, Hörschäden bis hin zur Taubheit, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse oder Entzündungen der Eierstöcke auftreten.

Varizellen (Windpocken) gehören zu den häufigsten Infektionskrankheiten im Kindesalter. Sie werden durch das Varizella-Zoster Virus übertragen und sind hochansteckend. Die Viren werden meist durch das Einatmen von winzigen Speicheltröpfchen übertragen, die der Erkrankte bei beim Atmen, Sprechen, Niesen oder Husten in der Luft verbreitet. Daher auch der Name „Windpocken“: die Krankheit wird buchstäblich „mit dem Wind“, selbst über größere Abstände hinweg, übertragen. Fast jeder Kontakt einer gesunden Person zu einem Erkrankten führt zur Ansteckung. Eine weitere Gefahr der Ansteckung bergen Gegenstände wie Türgriffe, Handläufe oder Wasserhähne, da das Virus an ihnen haften bleiben kann und außerhalb des Körpers noch einige Tage ansteckend bleibt. 
Kommt es zur Ansteckung, so bricht die Krankheit in der Regel nach 14 bis 16 Tagen aus. Bereits ein bis zwei Tage vor Ausbruch des charakteristischen Ausschlags sind infizierte Personen schon selbst ansteckend. Die Erkrankung beginnt mit leichtem Krankheitsgefühl und bisweilen mit Fieber. Ungefähr 14-22 Tage nach der Ansteckung tritt ein stark juckender Hautausschlag auf, der mit hellroten Knötchen beginnt und sich vom Kopf und Rumpf ausgehend über den ganzen Körper (möglicherweise auch auf Kopfhaut und Schleimhäute) ausbreitet. Innerhalb weniger Stunden bilden sich aus den Knötchen flüssigkeitsgefüllte Bläschen heraus, die nach einigen Tagen aufplatzen und unter Krustenbildung austrocknen und abheilen. Durch starkes Kratzen der Haut können später Narben zurückbleiben. Alle Stadien des Hautausschlages treten bei den Windpocken typischerweise gleichzeitig auf. 
Erkranken ältere Kinder oder Erwachsene an den Windpocken, so kann die Krankheit ausgeprägter und komplikationsreicher verlaufen. Während der ersten 5 Monate einer Schwangerschaft kann eine Infektion zu schweren Fehlbildungen des Kindes führen.
Nach einer überstandenen Krankheit verbleiben die Erreger in den Nervenzellen nahe am Rückenmark und können nach Jahren bis Jahrzehnten wieder reaktiviert werden. Bei Erwachsenen kann dadurch eine Gürtelrose ausgelöst werden.

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